22. August 2012

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Sonderburg zeigt sich als Countryside Metropolis

Ein Buchenwald, Meer, abgeerntete Felder, ein Schloß aus der Herzogzeit, das industrielle und technologische Herz der Region, modernes Stadtleben und regionale Traditionen: wenn am Donnerstag Sonderburg Besuch von einigen Mitgliedern der internationalen Jury bekommen wird, die darüber entscheidet, ob entweder Sonderburg oder Aarhus den Titel zur Kulturhauptstadt Europas 2017 zugesprochen bekommt, wird sich Sonderburg mit diesen Qualitäten von seiner besten Seite als Countryside Metropolis zeigen.

Es werden vier Mitglieder der internationalen Jury am Donnerstag nach Sonderburg kommen, die am Freitag zusammen mit den anderen Jury Mitgliedern die Entscheidung fällen und auf der Pressekonferenz bekanntgeben werden, ob Sonderburg oder Aarhus der dänische Gastgeber für die Kulturhauptstadt Europas 2017 sein darf.   

Am Mittwoch werden die gleichen Mitglieder Aarhus besuchen. Zum Abschluss der zweiten Bewerbungsrunde werden beide Kandidaten am Freitag ihre Bewerbung noch einmal allen Jurymitgliedern im Kulturministerium in Kopenhagen vorstellen, ehe die Entscheidung auf einer Pressekonferenz um 16. 30 Uhr bekanntgegeben wird.

Bereits am Mittwochabend werden die vier Jurymitglieder, begleitet von drei Angestellten der Kommission und des dänischen Kulturministeriums, in die Sonderburger Region kommen, wo im Meerhotel bei Dyig übernachtet wird.  

Auf diese Art und Weise wird der Besuch in den Genuss kommen können, die Qualitäten der Natur erkennen zu können, die die Region kennzeichnen und die in der Kulturvision als Grundlage für die hohe Lebensqualität der süddänischen und norddeutschen Region dient, welche mit nachhaltiger Energie und Kreativität besonders für junge Menschen zu einer attraktiven Alternative gegenüber einem Leben in der Großstadt werden soll. In der Sonderburger Bewerbung werden diese Qualitäten vereint als Countryside Metropolis bezeichnet, eine ländliche Metropole.

Bei einem Blick über die Felder der Insel ragt ein Hochhaus heraus, das der Hauptsitz der global operierenden Firma Danfoss A/S ist, das seine frühen Anfänge auf einem nahegelegenen Bauernhof hatte. Am Donnerstag werden die Jurymitglieder dort von den wichtigsten Politikern und Wirtschaftspartnern der Region in Empfang genommen. Das Programm wird fortgesetzt mit einem Besuch am Augustenburger Schloss, ehemaliger Hauptsitz des Herzogtums Schleswig-Holstein-Sondrburg- Augustenburg, und führt schließlich zu dem Skulpturen- und Kunstzentrum Augustiania. Dort wird die Delegation einige Künstler aus der Region kennenlernen, die insbesondere den Programmteil der Bewerbung mit ihren Werken und Arbeiten unterstützt haben. Das Programm führt darüber hinaus auch über das bedeutungsvolle Denkmal Dybbøl Banke und Dybbøl Mølle, wo Dänemark in 1864 eine schmerzliche Niederlage gegen Preußen und Österreich einstecken musste.

Am Nachmittag wird die Jury einen Eindruck der lokalen, experimentellen Kunst im Xbunker und einen Eindruck der südjütländischen Tradition des südjütländischen Kaffetisches bekommen, zu dem auf dem Rønhaveplads die städtischen Bewohner eingeladen sind.

Nach dem Tagesprogramm wird der Tag schließlich im Sonderburger Wissens- und Kulturzentrum, Alsion, enden.  

 

FAKTA:

Die Kandidatur ist unter dem Kürzel S2017 bekannt.

Das S steht für Sønderjylland, Schleswig, Süddänemark und Sonderburg.

Sonderburg gilt als Zentrum aller S2017-Ereignisse, die in der Region Sønderjylland-Schleswig stattfinden.

Auf der deutschen Seite wird die Kandidatur von der Stadt Flensburg, dem Kreis Nordfriesland und dem Kreis Schleswig- Flensburg unterstützt. Auf dänischer Seiter sind es die Kommunen Aabenraa, Haderslev und Tønder.

Die Stadt Sonderburg ist darüber hinaus eine Partnerschaft mit den übrigen 18 Kommunen der Region Süddänemark und dem Bundesland Schleswig-Holstein eingegangen.

 

1985 wurde Athen als erste Kulturhauptstadt Europas ernannt. Seit 2005 werden jährlich zwei Gastgeberländer ernannt. In 2017 werden sowohl Dänemark als auch Zypern eine Kulturhauptstadt haben. In den verschiedenen Ländern können sich alle Städte bewerben. Die Bewerbungsphase erstreckt sich jeweils über zwei Entscheidungsrunden und die Entscheidung wird fünf Jahre vorher getroffen. Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern, die von verschiedenen EU Institutionen und sechs Mitgliedern, die von dem Kulturministerium des eigenen Landes ausgewählt werden.

Europæisk Kulturhovedstad i år er Maribor i Slovenien og Guimaraes i Portugal. I 2013 er det Marseilles-Provence i Frankrig og Kosice i Slovakiet.

 

 

Die Jurymitglieder, die in den kommenen Tagen Aarhus und Sonderburg besuchen, sind:

Internationale Jurymitglieder:

  • Herr Jeremy Isaccs, ehemaliger Leiter der BBC, Channel 4 und des Königlichen Opernhauses, Covent Garden, England
  • Constantin Chiriac, Direktor des Nationaltheater Radu Stance in Rumänien. Er selbst ist Film- und Theaterschauspieler.

 Dänische Jurymitglieder:

  • Vizevorsitzende der Jury, Christine Buhl Andersen. Sie ist Museumsdirektorin des KØS – Museum für Kunst im öffentlichen Raum, Køge
  • Katrine Ring, DJ, Musikjournalist beim Dänischen Radio